WinMerge – Der Dateivergleicher

26. April 2010

Versionsmanagement für Text-Dateien ist für mich persönlich nicht hoch genug einzuschätzen. Als Schriftsteller habe ich oft einige Back-Ups für meine Geschichten, wer weiß wann es mal zu einem Crash der Festplatte kommt. Bevor die Frage kommt, ja, ich musste diese schreckliche Erfahrung mal machen ;)

Um was gehts? Nun WinMerge möchte ich heute vorstellen. Es erleichtert die Nachverfolgung von Änderungen in Text-Dateien, Verzeichnissen und sodass man den Code zusammenführen (engl. to merge) kann. Syntax-Highlighting (z.B. für Pascal oder C) und dem klaren Hervorheben von Unterschieden, ist das Programm mein Favourit. Es lassen sich Dateien ändern, verschieben, löschen, Sicherheitskopien anlegen und vieles mehr.

Das war im Grunde schon die Hauptfunktion des ganzen. Verrückt einfach eben. Wer nicht die Nadel im Heuhaufen suchen will bei seinen Dateien ist mit WinMerge auf jedenfall auf der sicheren Seite. Programm ist klein, leicht zu handhaben, auf Deutsch, unterstützt 7-zip zum vergleichen gepackter Archive, integration in den Windows-Explorer, in Tortoises SVN, verarbeitung von Windows-, Unix- und Mac-Textdateiformaten, und, und, und,…

Laufen tut es auf meiner VM sehr gut. Das es Windows-Only ist, ist sehr schade, aber wohl drüber wegzuschauen. Das mit diesem Programm die manuelle Textdatei-Recherche der Vergangenheit angehört sollte für Tester der Anwendung Grund genug sein, mit dem Programm zu arbeiten ;)

Oberfläche von WinMerge - besonderes schmankerl die linke spalte mit einer grafischen Komplettübersicht über beide Dateien.

Google reMail bekommt Open-Source Lizenz

22. März 2010

So schnell geht das – erst kauft Google die E-Mail Lösung reMail – und dann bieten sie sie als Open Source an. Der Quellcode steht unter der sogenannte Apache-2.0-Lizenz und ist auf Google Code verfügbar. Gabor Cselle, der Entwickler der Software, hofft das E-Mail-Apps Programmierer für das iPhone, für welches reMail konzipiert wurde, sich auf den Code stützen, da die Funktionenprogrammierung, für eben diese Art von Programm, sehr schwierig sei.

Die Software reMail lädt alle elektronischen Nachrichten auf das Smartphone herunter, komprimiert diese und macht sie gleichzeitig durchsuchbar. Die Suchfunktion soll wesentlich schneller und effektiver sein als die serverseitige Suche im Standard-Mail-Client des iPhones. Zudem spart man durch das Offline-Arbeiten Verbindungskosten.

Nach der Google-Übernahme hatte Cselle die Entwicklung eingestellt und die Anwendung aus dem App Store entfernt. Die Kunden von reMail können die Software jedoch weiterhin nutzen – Support soll noch bis Ende März 2010 geleistet werden.

Ubuntuserver Teil III – Sambafreigaben

15. März 2010

In diesem Beitrag soll es nun um die Freigaben als solche gehen. Was dabei zu beachten ist und wie man sie am leichtesten erstellt.

Am Anfang steht immer die Entscheidung: Wie soll die Authentifizierung ablaufen? Sollen alle Benutzer als Gast auf die Daten zugreifen, gibt es einen globalen, oder bekommt jeder seinen eigenen Benutzer.

Dazu folgende Entscheidungshilfen:

  • Wie groß ist das Netzwerk (Anzahl der Rechner)?
  • Gibt es vertrauliche Daten, die nur ein Teil der Benutzer sehen darf?
  • Welches Betriebssystem ist bei den Nutzern installiert?

Als ich mir meinen Server aufgesetzt habe, stellte ich mir die gleichen Fragen. Grundsätzlich würde ich davon abraten, alles über einen Gast-Account zu regeln. Sollte vielleicht jemand mal zu Besuch kommen und seinen Rechner mitbringen (Soll in manchen Kreisen ja vorkommen), dann ist es ungünstig wenn derjenige gleich auf alle Daten zugriff hat. Ich bevorzuge dann eher einen Gast/Tausch-Ordner auf dem sich die betreffenden Austoben können.
Wenn man die zweite Frage mit Ja beantwortet, dann ist es klar, dass in diesem Fall getrennte Freigaben erforderlich sind und man damit auch mehrere Benutzerkonten benötigt. Die dritte Frage ist im Hinblick auf Windows Vista wichtig. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man sich nur dann auf dem Server verbinden kann, wenn das Passwort und der Benutzername dem auf dem Windows-PC entsprechen (Wer da andere Erfahrungen gemacht hat, gerne, immer her damit, auch wenn ich Vista aus meinem Netzwerk verbannt habe ;-) ).
Ich, für meinen Teil, bevorzuge ja die Mehrbenutzervariante. Das scheint auf dem ersten Blick viel Arbeit zu sein, aber einmal eingerichtet ist man sehr flexibel und die Mutter, oder Vater kann die Partyfotos nicht sehen ;-)

Freigaben mit SWAT einrichten/anlegen

So wollen wir denn zur Tat schreiten und die erste Freigabe anlegen. Dazu rufen wir das SWAT Interface auf und klckt auf Shares. Am Anfang sollte die Basic-View ausreichen.
Man überlegt sich nun einen Namen für die Freigabe, trägt sie in das Textfeld und klickt Create Share.
Nun eröffnen sich für uns viele Möglichkeiten und Einstellungen, die auf den ersten blick erschlagend wirken. Aber Schritt für Schritt:

comment:
Hier trägt man eine Notiz ein, was in dieser Freigabe zu finden ist (optional)
path
Dies ist der Systempfad zum Ordner, sollte klar sein.
invalid users
An dieser Stelle kann man explizit Benutzer ausschliessen. Ich bevorzuge Whitelisting, nicht Blacklisting.
valid users
Hier werden all jene Benutzer eingetragen, die Zugriff haben sollen. Dies geschieht durch eine Kommaseparierte Liste.
admin users
Hier werden all jene Benutzer eingetragen, die alle Dateizugriffe als root
Ausführen. Das sollte im Normalfall nicht nötig oder gewünscht sein. Daher das Feld leer lassen.
Über read list und write list werden die Benutzer eingestellt, die jeweils Lese- bzw. Schreibrechte erhalten sollen (Diese müssen aber auch vom System schreibrechte auf den Ordner bekommen!!)

Je nach Anwendungsfall kann man auf ein Verzeichnis auch nur Lesezugriff gestatten, in dem man die Eigenschaft read only auf Yes setzt. Die nächste Eigenschaft guest ok gestattet es Benutzern, sich ohne Passwort anzumelden. Sie bekommen dann all die Rechte, die ein Gast bekommt.
hosts allow und hosts deny dürfte die wenigsten interresieren. Hiermit kann man ganze IP-Bereiche Ausschliessen oder Zulassen.
Die Browse Options sind wiederum interessant für den Heimgebrauch. Bei Windows kann man sich, mit Eingabe von \\ipAdresse alle Freigaben eines Hosts anzeigen lassen. Die Eigenschaft browseable regelt dabei, ob die Freigabe an einer solchen Stelle angezeigt wird, oder nicht. access based share enum regelt wiederum, ob Angemeldete Benutzer die Freigabe in dieser Ansicht zu Gesicht bekommen.
Das Attribut available ist eher uninteressant, da man hiermit angibt, ob die Freigabe verfügbar ist oder nicht. Auch die letzte Einstellungsmöglichkeit ist eher uninteressant, es dreht sich hierbei um die Möglichkeit Dateisystemerweiterungen einzubinden (auch andere Erweiterungen sind Möglich, ich denke das führt an dieser Stelle aber zu weit!)


Ubuntu Server Teil II – Samba

8. März 2010

In diesem Artikel soll es nun mit den Freigaben weitergehen. Hierfür werden wir Samba verwenden, das ist aus mehreren Gründen sehr praktisch:

  • Windows kann damit
  • Mac kann damit (Allerdings gibt es für den Apfel eine elegantere Methode, die kommt später)
  • Es gibt eine Weboberfläche zum konfigurieren

Nun dann wollen wir mal starten:

Mit dem nachfolgendem Befehl installieren wir uns alle nötigen Pakete aus der Repository:

sudo apt-get install samba-common samba swat openbsd-inetd

Darin sind jetzt enthalten: Der Sambaserver (samba-common:Tools wie smbpasswd, samba: eigentlicher Server) und die Weboberfläche (swat: SambaWebAdministrationTool, openbsd-inetd ein inetd-Dienst).

Benutzerverwaltung

Die Weboberfläche bietet leider keine Möglichkeit Benutzer anzulegen oder zu bearbeiten. Daher muss das über die Konsole geschehen. (Sehr bequem via SSH).

Die Benutzer des Sambaservers müssen Grundsätzlich auch als Benutzer am System exisitieren. Es ist immer Ratsam, einen extra Benutzer für den Samba anzulegen, da man den auch mal sperren kann, ohne seinen administrativen Account zu verändern.
Mit:

sudo  adduser --no-create-home --disabled-login --shell /bin/false

Anschließend legt man einen weiteren Sambabenutzer an:

sudo smbpasswd -a

und das sollte erst einmal genügen für die Benutzer. Wer noch mehr wissen möchte, dem empfehl ich die Ubuntuusers Seite zu Samba.

Freigaben

Diese wollen wir nun ganz bequem übers Web einrichten. Dazu müssen wir aber erstmal den inetd-Dienst neustarten:

sudo /etc/init.d/openbsd-inetd restart

Außerdem die Sambaconfigdatei auch für den Server beschreibbar machen:

sudo chown root:admin /etc/samba/smb.conf
sudo chmod 664 /etc/samba/smb.conf

Aufrufen kann man SWAT nun mittels der IP Adresse auf dem Port 901.
Für mich ist das: http://192.168.2.106:901/

Die Abfrage nach Benutzername und Passwort befüllt man mit seinen Adminzugangsdaten.

Zunächst erstmal der grobe Aufbau der Oberfläche:

Unter Home findet man die Startseite und nützliche Links in die Dokumentation von Samba. Globals wiederum kapselt alle Globalen Einstellungen. Als Bspw. in welcher Arbeitsgruppe (Workgroup) sich der Server im Windowsnetzwerk befinden soll. Dann natürlich der Rechnername, wie man sich am Server authentifizieren kann. Eben solche Sachen die man gerne für alle Freigaben konfigurieren möchte, sind an dieser Stelle zusammengefasst. Manche Einstellungen können, bzw. werden, dann durch die Einzelnen Freigaben überschrieben.

Wichtig ist als nächstes der Navigationspunkt Shares. Hier werden die eigentlichen Freigaben erstellt und konfiguriert. (Wie das funktioniert, später!). Unter Printer kann man, bemerkenswerter weise, Drucker freigeben. Mit Wizard wird einem ein Assistent an die Hand gegeben, den ich, zugegeben, nie verwendet habe. Die drei letzten Punkte sind weniger Erwähnenswert. Unter Status sieht man, wer gerade eingeloggt ist und auf welche Dateien er zugreift, View zeigt die komplette smb.conf als Text und mit Password kann man das Administratorpasswort ändern.

An dieser Stelle, sollte vielen schon sehr geholfen werden. Auf die genaue Konfiguration gehe ich im nächsten Beitrag ein.

Also: Stay tuned!


Homeserver mit Ubuntu selbst gemacht – Teil I

28. Februar 2010

Viele haben zu Hause mehrere Rechner, manche sogar verschiedene Betriebssysteme. Oft kommt es vor, dass der eine irgendwelche Daten vom anderen Rechner will. Jetzt geht das USB-Stick-gerenne los. Filme und Musik sind auch so ein Thema. Die hat man meistens nicht alle auf dem Rechner und wenn ja, dann muss dieser immer an sein, damit andere darauf zugreifen können. Ich merke es ja bei mir selbst. Ich habe mein MacBook und wenn ich unterwegs bin, haben die anderen das Nachsehen und können nicht auf die Daten (wie Bilder, etc) zu greifen. Ein Dritter, auch nicht ganz unwichtiger Punkt, sind Backups. Festplatten kosten zwar heutzutage nicht mehr die Welt, aber man will auch nicht für jeden Rechner eine eigene kaufen.

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Der Umzug ist perfekt!

22. Februar 2010

Hej ihr,

da sind wir nun wieder. Alles hat geklappt, wir sind nun unter neuer Adresse online.

http://opencom.vadaru.com heißt die gute Seite nun, und der Feed ist absofort unter http://opencom.vadaru.com/feed zu erreichen.

Also erwartet in der nächsten Zeit mal paar neue Artikel von uns. Ich glaube jetzt haben wir beide wieder bisschen Blut geleckt ;) Nur das beste an euch, genialen Start in die Woche wünsch ich euch.

Bis demnächst
Grüße vom Gabriel und Frank

This is the End, my only friend the end – Umzug

21. Februar 2010

Hejho liebe Leser,

zur ersten Beruhigung: Nein, wir hören nicht auf ^^ – wir fangen gerade erst an *g* -  Wir machen nur an anderer Stelle weiter. redio.de, unser Hoster segnet Ende März das zeitliche. Ist nicht weiter schlimm, das kann nunmal passieren, wenn man einen Free-Hoster benutzt. Aber Redio.de war ein guter und zuverlässiger Partner, weswegen wir, Gabriel und Ich, uns recht herzlich nochmal bedanken wollen.

Wo gehts hin?

Auf meine Domain vadaru.com wird umgezogen. Heißt: Wir kommen zurück, bzw. waren im Grunde nie weg, nur eben jetzt unter neuer Adresse.

http://opencom.vadaru.com

Wichtig wird dies im Grunde nur für die Feed-Leser. Diese haben nun die Aufgabe ihre Feeds, auf die neue Adresse umzustellen. Die Adresse lautet: http://opencom.vadaru.com/feed

Ich entschuldige mich für die Unannehmlichkeiten und wünsche allen Lesern schonmal eine tolle Woche – bis bald an anderer Stelle ;-)

Liebe Grüße

von Gabriel und Frank

Thunderbird 3 ist nun final – ein Majorupdate ohne Majorfeauters

21. Dezember 2009

Es hat eine ganze weile gedauert, doch irgendwann ist auch das größte Projekt an seinem nächsten Meilenstein – Thunderbird 3 ist final. Zeit also, das ganze mal unter Mac OS X 10.6 Snow Leopard zu testen.

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Twitter auf Deutsch verpfeiffen?

18. Dezember 2009

twitter-2-300x300Ha! Wer hätte das für möglich gehalten – ich poste über Twitter. Keine Ahnung wie ich dazu gekommen bin, denn mögen tue ich dieses Kurznachrichtengedudel rein gar nicht. Nunja, aber während meiner Facharbeit-Recherchen, ja – die Artikelflaute hat seine Gründe, bin ich doch über etwas, was für den ein oder anderen Interessant sein könnte, gestolpert.

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Google Wave Teil II + Gewinnspiel

28. November 2009

googlewave-logoNun ist es also doch soweit gekommen. Eine neue Wave tat sich in meiner Inbox auf und hatte ganze 16 Invites für mich.

Eine davon ist, natürlich an Frank gegangen und weitere 5 sind schon reserviert. Ergo bleiben 10 Invites.

Diese werd ich sehr gerne los. Wer also eine haben möchte, solle sich hier per Kommentar melden.google_wave_invites

Ich würde sagen, wer zuerst kommt, malt zu erst. Das Gewinnspiel geht solange wie Invites über sind :-)
Wir würden uns auch sehr darüber freuen, wenn auf diesem Weg vielleicht ein Gast-Artikel abfällt. Also wer kreative Gedanken hat, darf sich gern melden!