SeaMonkey 2.0 – Ein Lebenszeichen!
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Na aber – eine freudige Überraschung wurde vor einigen Tagen bekannt gegeben. Und zwar ist das der erste Release Candidate von SeaMonkey 2.0 der eigenständigen Weiterentwicklung der eingestellten Mozilla-Suite. Was das gibts noch? Jep, verwöhnte User von Firefox, Opera oder Chrome werden natürlich nur müde lächeln, doch das spielt jetzt einfach mal keine Rolle, das an der Software noch gearbeitet wird, ist doch ein schönes Zeichen für die Open-Source Szene – gute Marktwirtschaft
Ok, ich schweife ab -
Für alle die SeaMonkey noch nicht kennen gebe ich mal einen kleinen Crashkurs was sich in der Suite denn alles befindet und für alle anderen was sich so geändert hat, ne ganze Menge nämlich.
SeaMonkey setzt sich zusammen aus einem Browser, einem Mail-Client mit Newsreader, einem HTML-Editor, einem Adressbuch und den ChatZilla IRC-Clienten. Vor allem beim HTML-Editor darf man aber nicht zuviel erwarten bis dieser durch Kompozer ersetzt wurde, wie vom Entwickler angekündigt.
SeaMonkey darf als Urenkel des ehemaligen Browser-Obergurus Netscape angesehen werden, aus dem letztendlich die Browser-Suite Mozilla hervorging. Später spaltete die gemeinnützige Organisation Mozilla das Programm in Einzelprogramme auf. Als bekanntestes Projekt dürfte das Internet-Anzeigeprogramm Firefox gelten zu welchem er sich “leider” immer näher hin entwickelt. Den in Version 2.0 gibts einige Veränderungen. So arbeitet er nun mit der selben Browser-Engine wie der aktuelle Firefox, also mit automatisierten Sicherheitsupdates, Erweiterung der Audio und Video-Elemente, schnellerem Javascript und einem Downloadmanager/Tabmanager der abgebrochene Downloads/letzte Tabs nach Browser Neustart fortsetzt/wiederherstellt. Weiterhin gibt es nun eine Vorschau abonnierter RSS-Feeds. Der Mail-Client bietet nun, ähnlich dem Thunderbird 3, die Möglichkeit E-Mails zu archivieren.
Für MacOS-User wurde weiterhin das Standard-Theme speziell an Snow Leopard angepasst. Nebst kleineren Fehlerkorrekturen bietet SeaMonkey noch einige weniger bedeutende Änderungen – wer Lust versprüht ob was für ihn dabei ist – Changelog.
Was lässt sich schlussendlich sagen? In meinen Tests gibts sich die Suite gegen den wohl direktesten Konkurrent Opera gefühlt etwas behäbiger. Die Features zollen also doch ihren Tribut. Die Entwicklung in die Richtung FF/TB ist leider sehr gefährlich und nicht gut mit anzusehen. Warum versuchen sie mit den Voraussetzungen nichtmal was anderes? Wieder wird Gecko eingesetzt, welches mir persönlich schon immer nicht so zugesagt hat, um mal subjektiv etwas beizutragen. Vorteil ist eben, dass dadurch viele AddOns die es für den Firefox gibt, auch hier Einsatz finden können (AdBlock, NoScript,…). Anbieten tut sich für Unterwegs die Portable-Version des ganzen.
Wer Geschmack dran gefunden hat. Seamonkey 2.0 Beta 2 steht für Windows, MacOS X und Linux bereit. Da es sich hierbei um eine Vorabversion handelt, ist von einem Einsatz auf Produktivsystemen abzuraten, obwohl er bei meinen Tests sehr stabil lief. Der Download befindet sich auf der offiziellen Projektseite
Tags: browser, mozilla, SeaMonkey
Am 11. Januar 2010 um 14:42 Uhr
eigentlich kann man von dem Browser nur noch abraten:
- update über version 1.x funktioniert nie. Man muss grundsätzlich das alte Verzeichnis löschen
- Download’s mit dem Browser funktionieren auch nicht mehr. Seamonkey lädt zwar z.B. 100MB Datein runter. Aber nach dem er dann die Fertigmeldung bringt ist nur der Dateiname vorhanden. Dateigrösse = 0.
Schade das war mal mein Lieblingsbrowser
Am 11. Januar 2010 um 18:20 Uhr
Hej braco,
1. Da ich Seamonkey nur sporadisch portable auf dem Stick, also nicht unter Dauereinsatz habe kann ich das mit dem Update nicht bestätigen oder gar revidieren. Das Verzeichnis, sollte aber mit wenigen Klicks kopiert sein – und an der Verzeichnisstruktur haben sie nichts verändert.
2. Die Downloads funktionieren bei mir in der Portablen 2.0 Version, habe gerade eben nochmal eine 100MB Datei heruntergeladen damit. Ohne anstalten. Eventuell hängt dieser Punkt auch daran was du downloadest – oftmals muss man ja an gewisse Sachen die Endung noch selber dranhängen.
lg
Frank