Thunderbird 3 ist nun final – ein Majorupdate ohne Majorfeauters

Der Beitrag wurde von Gabriel geschrieben und unter Programmvorstellung abgelegt.

Es hat eine ganze weile gedauert, doch irgendwann ist auch das größte Projekt an seinem nächsten Meilenstein – Thunderbird 3 ist final. Zeit also, das ganze mal unter Mac OS X 10.6 Snow Leopard zu testen.

Installation & Einrichtung


Neuer Setupassistent in Thunderbird 3.0

Es fällt zunächst der veränderte Installationsassisten auf. Dieser war auch schon in der 3.0pre so. Gefällt mir auch wirklich sehr gut. (Ein Punkt hätte man unter Mac OS wirklich besser machen können, nämlich die Email und den Namen des Besitzer sofort eintragen – bekannt sind die Daten! Das aber nur am Rande).

Automatische Servererkennung macht das Einrichten schnell und komfortabel

Hingegen sehr komfortabel ist die automatische Server-erkennung. Das macht das Programm auch sehr zugänglich für Einsteiger, die meist nichts mit IMAP, POP3 oder SMTP anfangen können!

Benutzung

Ein weiterer, zwar früher schon genannter, aber dennoch interessanter Aspekt sind die Tabs. Das System der Tabs hat sich seit einer Weile sehr bewährt und in Browsern exzessiv und all umfassend genutzt. Thunderbird zieht nach und implementiert auch diese.

Tabs jetzt auch bei den E-Mails.

Tabs jetzt auch bei den E-Mails.

Ob sich das als nützlich erweisen wird – das muss jeder selbst testen. Für mein relativ geringes E-Mail aufkommen, ist es ein wenig overload. Auch wenn ich schon von so manchem gehört habe, dass es genau das Feature ist, auf welches gewartet wurde. (Ein klitzekleinen Kritikpunkt habe ich auch hier wieder: Warum setzen sie das Schließen Symbol auf die rechte Seite? Im kompletten System ist das links – nur im Thunderbird nicht…)



Suchfilter ziehen auch ein - endlich

Sehr spannend find ich die erweiterte Suchfunktion die in der 3er Version Einzug gehalten hat. Allerdings hat dies in anderen E-Mail Applikationen längst seinen festen Platz (Apple Mail bspw.) – aber schön das Mozilla nachzieht.

Ansonsten ist jetzt nicht viel anders. Ein wichtiger Punkt ist noch die Plugin Verwaltung. An der Stelle vielleicht der Ausblick auf einen weiteren Artikel der demnächst folgen wird. Frank hat sich schon vorgenommen einen Beitrag über die lightning Integration zu verfassen.

Fazit
Es ist ernüchternd. Ein Majorversionssprung und keine Major-Erweiterungen. Nichts was mich wirklich vom Hocker haut. Klar – viele kleine Dinge sind besser geworden. Jedoch für mich als Mac User ist das Ökosystem, in welches mich Mac OS X steckt wesentlich entspannter. Kurz auf dem Mac hat er schlicht keinen Mehrwehrt – außer die Plugins, wobei auch da ist fraglich ob man alle wichtigen Features Nachrüsten müssen sollte. Denn auch bei Thunderbird gilt das gleiche wie bei Firefox: Je mehr Plugins – desto langsamer das Programm.

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