Homeserver mit Ubuntu selbst gemacht – Teil I
Der Beitrag wurde von Gabriel geschrieben und unter Tutorials abgelegt.
Viele haben zu Hause mehrere Rechner, manche sogar verschiedene Betriebssysteme. Oft kommt es vor, dass der eine irgendwelche Daten vom anderen Rechner will. Jetzt geht das USB-Stick-gerenne los. Filme und Musik sind auch so ein Thema. Die hat man meistens nicht alle auf dem Rechner und wenn ja, dann muss dieser immer an sein, damit andere darauf zugreifen können. Ich merke es ja bei mir selbst. Ich habe mein MacBook und wenn ich unterwegs bin, haben die anderen das Nachsehen und können nicht auf die Daten (wie Bilder, etc) zu greifen. Ein Dritter, auch nicht ganz unwichtiger Punkt, sind Backups. Festplatten kosten zwar heutzutage nicht mehr die Welt, aber man will auch nicht für jeden Rechner eine eigene kaufen.
All diese Probleme schreien förmlich nach einem Server im Heimnetzwerk. Für viele ist das Administrieren eines Servers mehr Vodoo als erlernbares Wissen, doch solange man sich im eigenen Heimnetz befindet, kann man nicht all zuviel falsch machen (Vorrausgesetzt, man hat seinen Router ordentlich konfiguriert und nur die wichtigen Ports offen!). Was braucht man Grundsätzlich für einen Server. Eigentlich nicht viel. Einen alten PC, der möglichst nicht viel Strom verbraucht (da sonst der Stromverbrauch ziemlich in die höhe steigt). Praktisch ist, wenn man zu Anfang noch einen Bildschirm hat, damit man alles ganz entspannt installieren kann. Der fällt dann ziemlich bald Weg und man erledigt den Rest übers Netz!
Na dann wollen wir Beginnen. Zunächst lädt man sich eine passende Ubuntu Version von der Website (ob Server Version oder nicht, ist egal. Anfangs empfehle ich immer noch die Desktop, da kann man zu Not auch noch Grafisch ran – ich werd im Tutorial auch eine Grafische nehmen, aber relativ schnell per SSH das ganze Steuern.)
Hat man das getan, Image brennen und von der CD Booten (geht mit im Bios meist mit F12). Nachdem ihr euere Sprache ausgewählt habt, wählt ihr Ubuntu installieren und bestätigt das mit [ENTER]. Anschließend rödelt der ganze Spaß ein Weilchen…
Lasst euch nicht von dem Text stören, der Anfangs kommen könnte, das ist normal so, einfach weiter laufen lassen. Spannend wird es erst, wenn der Willkommensbildschirm erscheint. Den ersten Bildschirm mit Vor bestätigen, den zweiten, sofern die Zeit stimmt, auch.Der dritte ist erstmal wieder wichtig.
Das Tastaturlayout. Im Normalfall, kann man das einfach so lassen. Manchmal jedoch muss man schauen. Unten links gibt es ein Feld um zu testen!
Der nächste Schritt, die Partitionierung ist auch wieder spannend. Seid ihr noch unerfahren, dann übernehmt die Standardeinstellung (sofern ihr kein anderes Betriebssystem laufen habt, nehmt Löschen und das gesamte Medium verwenden ansonsten ist die erste eure Wahl!).
Im letzten Schritt wählt man sein Benutzerlogin. Das erste Feld ist unbedeutend, aber das zweite dafür wichtig. Dies wird später unser “Admin” Zugang. Passwort ausdenken und einen Namen, wie der Server im Netzwerk später erscheinen sollen (Dürft kreativ sein, nicht so wie ich!).
Im Anschluss einfach nur auf installieren klicken und gut ist. Jetzt dürft ihr euch einen Kaffe holen – seid ihr wieder da ist der Server schon einmal lauffähig!
Im nächsten Teil machen wir uns an die Konfiguration vom Server. Dazu ist es hilfreich, ein wenig zu wissen wie Linux funktioniert. Wer darin wenig bis gar keine Erfahrungen hat, kann sich im Ubuntuusers Wiki informieren. Diese Seite könnt ihr euch sowieso gleich in die Lesezeichen legen, da dies die Anlaufstelle bei Problemen rund um Ubuntu ist!
Im Teil I möchte ich nun nur noch einen SSH Zugang installieren, damit man den Server über das Netzwerk ansprechen und konfigurieren kann.
Dies geht einfach mit dem Befehl:
sudo apt-get install ssh
Den man in die Konsole (Anwendungen -> Zubehör -> Terminal oder [Alt]+[F2] ” xterm“) eingibt
Nun kann der Rechner über’s Netzwerk aufgerufen werden:
ssh benutzer@ipAdresse
In meinem Falle also:
ssh opencom@192.168.2.106
Anschließend werden noch die RSA Keys getauscht und nach Eingabe des Benutzerpasswortes (jenes, welches ihr bei der Installation von Ubuntu gewählt habt) seid ihr auf der Konsole des Servers eingeloggt! Für diejenigen, die evtl. sowieso Linux verwenden (mit Mac OS geht es auch, ist aber sehr unschön) und es lieber grafisch mögen, die können sich verschiedene Programme auch grafisch auf den eigenen Desktop holen. Dazu muss man sich nur anders verbinden. Das setzen des X-Parameters, veranlasst den Server dazu, auch den sog. X-Server mit über den Netzwerktunnel zu leiten. Der Befehl verändert sich also wie folgt:
ssh -X benutzer@ipAdresse
Alles weitere in einem Seperaten Beitrag! Stay tuned!
UPDATE: An alle Abmahn-Willige Leser: Ich möchte nur noch einmal darauf hinweisen: Ein Server ist kein Spielzeug! In der Hinsicht, dass, sobald er im Internet zu erreichen ist, auch leicht Ziel eines Missbrauchs werden kann. Diese Anleitung(en) garantiert keine Vollständigkeit. Ich bin auch nur Mensch und mache Fehler. Nutzt daher also auch euer eigenes Gehirn und wägt ab, was geht und was nicht!
Tags: homeserver, installieren, server, ssh, ubuntu



