Ubuntu Server Teil II – Samba
Der Beitrag wurde von Gabriel geschrieben und unter Tutorials abgelegt.
In diesem Artikel soll es nun mit den Freigaben weitergehen. Hierfür werden wir Samba verwenden, das ist aus mehreren Gründen sehr praktisch:
- Windows kann damit
- Mac kann damit (Allerdings gibt es für den Apfel eine elegantere Methode, die kommt später)
- Es gibt eine Weboberfläche zum konfigurieren
Nun dann wollen wir mal starten:
Mit dem nachfolgendem Befehl installieren wir uns alle nötigen Pakete aus der Repository:
sudo apt-get install samba-common samba swat openbsd-inetd
Darin sind jetzt enthalten: Der Sambaserver (samba-common:Tools wie smbpasswd, samba: eigentlicher Server) und die Weboberfläche (swat: SambaWebAdministrationTool, openbsd-inetd ein inetd-Dienst).
Benutzerverwaltung
Die Weboberfläche bietet leider keine Möglichkeit Benutzer anzulegen oder zu bearbeiten. Daher muss das über die Konsole geschehen. (Sehr bequem via SSH).
Die Benutzer des Sambaservers müssen Grundsätzlich auch als Benutzer am System exisitieren. Es ist immer Ratsam, einen extra Benutzer für den Samba anzulegen, da man den auch mal sperren kann, ohne seinen administrativen Account zu verändern.
Mit:
sudo adduser --no-create-home --disabled-login --shell /bin/false
Anschließend legt man einen weiteren Sambabenutzer an:
sudo smbpasswd -a
und das sollte erst einmal genügen für die Benutzer. Wer noch mehr wissen möchte, dem empfehl ich die Ubuntuusers Seite zu Samba.
Freigaben
Diese wollen wir nun ganz bequem übers Web einrichten. Dazu müssen wir aber erstmal den inetd-Dienst neustarten:
sudo /etc/init.d/openbsd-inetd restart
Außerdem die Sambaconfigdatei auch für den Server beschreibbar machen:
sudo chown root:admin /etc/samba/smb.conf sudo chmod 664 /etc/samba/smb.conf
Aufrufen kann man SWAT nun mittels der IP Adresse auf dem Port 901.
Für mich ist das: http://192.168.2.106:901/
Die Abfrage nach Benutzername und Passwort befüllt man mit seinen Adminzugangsdaten.
Zunächst erstmal der grobe Aufbau der Oberfläche:
Unter Home findet man die Startseite und nützliche Links in die Dokumentation von Samba. Globals wiederum kapselt alle Globalen Einstellungen. Als Bspw. in welcher Arbeitsgruppe (Workgroup) sich der Server im Windowsnetzwerk befinden soll. Dann natürlich der Rechnername, wie man sich am Server authentifizieren kann. Eben solche Sachen die man gerne für alle Freigaben konfigurieren möchte, sind an dieser Stelle zusammengefasst. Manche Einstellungen können, bzw. werden, dann durch die Einzelnen Freigaben überschrieben.
Wichtig ist als nächstes der Navigationspunkt Shares. Hier werden die eigentlichen Freigaben erstellt und konfiguriert. (Wie das funktioniert, später!). Unter Printer kann man, bemerkenswerter weise, Drucker freigeben. Mit Wizard wird einem ein Assistent an die Hand gegeben, den ich, zugegeben, nie verwendet habe. Die drei letzten Punkte sind weniger Erwähnenswert. Unter Status sieht man, wer gerade eingeloggt ist und auf welche Dateien er zugreift, View zeigt die komplette smb.conf als Text und mit Password kann man das Administratorpasswort ändern.
An dieser Stelle, sollte vielen schon sehr geholfen werden. Auf die genaue Konfiguration gehe ich im nächsten Beitrag ein.
Also: Stay tuned!
Tags: homeserver, installieren, Samba, server, Ubuntu Server